Geschichte

Es war einmal.....

couleurbier

... vor über 100 Jahren und zwar genau am 09.12.1906, als der junge Couleurstudent Fritz Karrenberg nach der legendären Kreuzkneipe zwischen einer sehr verehrlichen Verbindung Arminia und einem sehr verehrlichen Corps Normannia morgens (also so gegen 14:27 Uhr) nach einem langen und erholsamen Schlaf erwachte.

In seinem Kopf brummte es zwar noch ein bisschen, allerdings formte sich langsam ein revolutionärer Gedanke:

Warum sollte Couleurbier immer nur ein "Ereignis" bleiben, warum nicht ein "Couleurbier" selbst brauen?

Und so nahm die denkwürdige Geschichte ihren Lauf.

Nach vielen entbehrungsreichen Selbstversuchen unter teil-
weiser erheblicher Vernachlässigung des Studiums war der Ur-Sud für das Couleurbier gefunden. Geschmacklich hatte Karrenberg den Stein der Weisen oder doch zumindest das am besten mundende Bier seiner Zeit gefunden. Doch was nützt das beste Couleurbier aller Zeiten, wenn die Entfernung zwischen den Universitätsstädten zu weit ist und der schwä-
bischste aller Erfinder leider völlig gedankenlos zuerst das schnöde Automobil erfinden musste und nicht gleich die Nützlichste aller Erfindungen dachte, den Bierlaster. Der schwäbische Erfinder hätte als Erfinder des Bierlasters Weltruhm erlangen können, so aber verschwand er unbeachtet wieder in der historischen Versenkung.

Dieser Erfindungsfehler (anders kann man es nicht nennen) führte zu einem logistischen Problem, das zu damaligen Zeiten nicht gelöst werden konnte.

Schließlich wurde das Rezept des Couleurbier-Ursuds in den Tresor einer Liechtensteiner Privatbank eingeschlossen, der Tresor wurde in den tiefsten Stollen der Alpen hineingefahren, so dass das Rezept des Couleurbieres bis heute besser geschützt ist, als das Rezept so mancher nordamerikanischer Zuckerbrause.

Das Rezept ist sogar um ein vielfaches besser bewacht als zigtausend Daten deutscher Staatsangehöriger, die das Gestein der Alpen zur Steueroptimierung nutzen wollten.

Tja, und dort lag nun das Ur-Rezept und fristete einen Dorn-
röschenschlaf von tatsächlich 100 Jahren.

Gut, zugegeben:
Bis hierher ist die Entstehungsgeschichte nicht gänzlich frei von phantasievollen Ausschweifungen und hypothetischen Zuga-
ben. Die Geschichte hört sich aber doch zumindest schön an, oder?

Nein, im Ernst. Die Idee entstammt tatsächlich dem Morgen nach einer Nikolauskneipe (es mag wohl durchaus auch 14:27 Uhr gewesen sein), allerdings spielte sich das Ganze im Jahr 2006 ab. An diesem frühen Morgen erwachte ein Couleur-
student, der zu diesem Zeitpunkt bereits Alter Herr war. Der alte Herr mit Biernamen "Fifi" verspürte noch die Nachwirkungen feuchtfröhlichen Gesangs und eines herrlichen Inoffizes, die Gedanken waren noch sehr frei und erforderten allerhöchste Konzentration.

Warum aus diesen verworrenen Gedankengängen und dem Nachklang längst vergangenen Gesangs schließlich die Idee geboren wurde, Couleurbier nicht nur zu trinken, sondern ein eben solches auch zu brauen, ist ihm bis heute nicht mehr eingefallen und wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.

Und dann nahm die Geschichte tatsächlich ihren Lauf:

Mit viel Spaß und vielfacher couleurstudentischer Unterstützung begann die Planungs- und Umsetzungsphase, die von der ersten Idee bis zum ersten gebrauten Fass schließlich noch lange Zeit gebraucht hat.

Was soll uns diese Geschichte sagen?

Couleurbier ist eine jahrhundertealte couleurstudentische Tradition, die wir achten werden und die wir fördern wollen. Wir sind uns der Verantwortung sehr bewusst, die wir mit diesem Produkt gegenüber allen Korporationen haben und werden in diesem Bewusstsein Traditionen pflegen und Verantwortung hoch halten.

Wir werden und wollen aber auch wichtige Elemente des Verbindungslebens und der Darstellung von Verbindungen nach Außen unterstützen nämlich: Gemeinschaft, Fröhlichkeit, Student sein in seiner schönsten Weise.

Aus diesem Grund: Couleurbier, ergo bibamus!

Neugier geweckt?

Sie wollen bestimmt wissen, was aus dem damals angesetzten Couleurbier-
Ursud geworden ist. Gleich Kontakt aufnehmen.

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